Samstag, 25. Februar 2017

Review: KILL or be KILLED (Image Comics)

(c) Sean Phillips / Elizabeth Breitweiser / Image Comics
"Das ist nicht, wie ich mir mein Leben vorgestellt habe. Niemals! Leider hat man nicht immer eine Wahl, oder? Außerdem müsst ihr zugeben, dass ich mit der Zeit ziemlich gut darin geworden bin... dem töten von Menschen. Menschen, die es verdienen!"

Wenn man sich schon eine Weile mit Comics beschäftigt, dann ist man mit Sicherheit auch schon einmal über die Namen Ed Brubaker und Sean Phillips gestolpert. Schon eine Weile sieht man die beiden immer wieder zusammen arbeiten und durchweg liefern sie sehr solide und zeitgleich bedrückende Comics mit einem starken Noir-Hauch ab. Ihr neustes Werk KILL or be KILLED stellt da auch keine Ausnahme dar.
Der Comic ist Brubakers Versuch Vigilantismus eine neue Richtung zu geben. Während Batman und der Punisher weiter durch die Nacht streifen, um die guten Menschen zu beschützen oder sich an einer großen Ungerechtigkeit zu rächen, ist der Antrieb von Dylan viel egozentrischer. Tötet er nicht, dann muss er selber sterben.

Dylan ist ein 28-jähriger Student in New York, der mit seinem Leben in einer Sackgasse steckt. Ein belastendes Ereignis in seiner Vergangenheit hat ihn in seinem Studium zurück geworfen und ihm fällt es schwer wieder richtig Fuß zu fassen. Während andere Leute in seinem Alter ihre Karriere beginnen, heiraten und Kinder bekommen, sitzt er weiter in einem Vorlesungssaal, mit einem Haufen Leute, die alle ihre Jugend noch vor sich haben.
Als würde das noch nicht reichen, ist auch noch sein Mitbewohner in einer Beziehung mit Dylans bester Freundin. Das Problem daran ist aber weder, dass er eigentlich mit ihr zusammen sein will oder die Geräusche von ständigem Sex, die durch die Wand dringen. Viel schlimmer ist, dass er sie auch über ihn reden hört. Darüber, dass sie Mitleid mit ihm haben, weil er so einsam ist und so wenig erreicht hat. Das hält doch niemand auf Dauer aus. Daher beschließt Dylan sich das Leben zu nehmen.
Als er den Sprung vom Dach seines Wohnhauses auf wundersame Weise überlebt, ahnt Dylan jedoch noch nicht welchen Pakt mit dem Teufel er da unwissentlich geschlossen hat. Das er nicht tot ist, kommt nämlich mit einem hohen Preis. Ein Leben für ein Leben und das jeden Monat. Alle 30 Tage muss er jemanden umbringen oder er würde selbst sterben.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Review: Newsprints (Scholastic)

(c) Ru Xu / Scholastic
"Ja... Ich will schon gerne weiter für den Bugle arbeiten. Wenn die Zeit gekommen ist, dann möchte ich die Person sein, die die Zeitungen verteilt, mit der Schlagzeile 'Der Krieg ist vorbei!"
Aber ich bin mir nicht sicher... Ich möchte nicht das Risiko eingehen, dass mich die Jungs nicht mehr so sehen wie früher. Doch wir werden alle älter und sie werden die Unterschiede früher oder später bemerken...

Ich sollte es ihnen sagen, oder?"

Blue ist eine Waise, die sich selbst als Junge ausgibt, damit sie als Newsboy arbeiten und Zeitungen verkaufen darf. Das Land ist im Krieg und von Mädchen wird erwartet, dass sie der angeschlagenen Wirtschaft helfen, indem sie Kekse verkaufen. Doch Blue liebt es beim Bugle zu leben und zu arbeiten, der einzigen Zeitung, die noch die Wahrheit schreibt. Eine Tatsache, die niemals wichtiger war, denn was aktuell in ihr gedruckt wird ist wichtiger denn je.
Während sich alles um den Krieg dreht, hat Blue aber mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Sie hat Angst davor, dass ihr Geheimnis irgendwie ans Licht kommt und das ihre Freunde und Adoptivfamilie beim Bugle sie nicht mehr lieben würden. Sie fürchtet sich alles zu verlieren, was ihr in diesen schweren Zeiten halt gibt. Als sie sich mit dem geheimnisvollen Crow anfreundet, einem Jungen der scheinbar auch etwas zu verbergen hat, machen sich die beiden auf die Suche nach der Freiheit sie selbst zu sein... und nach einem Weg sich gegenseitig vor den Auswirkungen des Krieges zu bewahren.
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"I always describe 'Newsprints' as diesel punk, but a lot of readers have called it steampunk. I don't know. Maybe this world is in that transition between coal and diesel?"

Ru Xu im Interview mit CBR -
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Donnerstag, 9. Februar 2017

Review: Lego Batman - Der Scuttler (70908)

(c) The LEGO Group
Endlich ist es soweit! Heute erscheint der zweite Lego-Film im Kino. Da dieser sich voll und ganz um Batman, den dunklen Ritter aus Gotham, drehen wird, bin ich natürlich gleich doppelt gespannt. Immerhin werden da zwei Dinge kombiniert, die ich liebe: Lego und Comics. Batman selbst ist zwar nicht gerade mein liebster Superheld, aber ich freue mich schon zu sehen wie Lego die Cash Cow von DC Comics ein wenig aufs Korn nimmt.
Zur Feier des Kinostarts gibt es leider noch keine Review zum Film selbst, aber ich kann mir noch eins der dazugehörigen Lego-Sets anschauen, dass schon ein paar Tage bei mir herum steht - den Scuttler. Dieser ist bisher (leider) mein größtes Set zur Batman-Reihe von Lego und daher freue ich mich natürlich besonders darüber zu reden. Vor allen Dingen weil es ein Set ist, das in meinem Umfeld durch sein ungewöhnliches Design mit sehr gespaltener Meinung aufgenommen wurde.

Kommen wir erst einmal zu den Eckdaten. Der von Lego angesetzte Preis für den Scuttler sind 79,99 Euro und dafür erhält man ein Set mit 775 Teilen. Damit liegen die Kosten pro Stein bei etwa 10 Cent, was nicht nur für ein Lizenz-Produkt ein verdammt guter Preis ist. Vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass man zu dem recht großen Gefährt auch noch sechs Figuren bekommt, von denen auch noch vier Stück exklusiv nur in diesem Set enthalten sind. Gerade wenn man mit einbezieht, dass viele Figuren den Preis oft nach oben treiben, ist das ein sehr guter Schnitt bei dem Scuttler.